| Forschungsgeschichte 1996 Im
Frühjahr 1996 legte das Geologische Forschungszentrum (GTK)
gemeinsam mit lokalen Einwohnern etwa 64 m2 der Höhle frei.
Dabei wurden erste Funde von Steinen gemacht, die
möglicherweise von Menschenhand bearbeitet wurden. Diese
Artefakte wurden dem Zentralamt für Museen und Denkmalpflege
übergeben. Die Wolfshöhle wurde entsprechend dem
Antiquitätengesetz für weitere Forschungszwecke unter
Schutz gestellt.
1997 Das
Zentralamt führte im Juni 1997 gemeinsam mit dem GTK
Probegrabungen durch, um die archäologische Bedeutung der
Höhle zu bestimmen. Die Untersuchungsergebnisse erwiesen sich
als äußerst ermutigend.
1998 Zur
Untersuchung der Wolfshöhle wurde im Winter 1998 ein
interdisziplinäres Forschungsprojekt ins Leben gerufen, an dem
die archäologische Abteilung des Zentralamts, das GTK, das
geologische Institut der Universität Helsinki sowie das
Datierungslabor der Universität Helsinki beteiligt waren. Die
Arbeiten vor Ort fanden von 31.5.-3.7. statt. Dabei wurden zahlreiche
Steinobjekte und Schlagspuren gefunden. Zu den wichtigsten Funden
zählen der Fußboden in der vierten Schicht sowie
Spuren von Feuerstellen. Unter der vierten Sedimentschicht wurden zwei
weitere Schichten ausgemacht.
1999 Die
Untersuchungen wurden von 24.5.-8.7. in umfangreicherem Maße
durchgeführt. Dabei wurden am Nord- und Nordwesthang des Bergs
Susivuori zwei weitere Höhlen festgestellt, von denen die eine
zumindest am Eingang größer ist als die
Wolfshöhle. Leider sind Teile im vorderen
Höhlenbereich nach der Eiszeit eingestürzt. Die
Höhlen sind fast vollständig mit Erde bedeckt, so
dass ihre Höhenverhältnisse nicht festgestellt werden
konnten
2000 Im
Jahre 2000 konnten vom Zentralamt für die Untersuchung des
Objekts nicht annähernd so hohe Zuschüsse bewilligt
werden wie bisher, so dass die eigentlichen Grabungsarbeiten auf drei
Wochen begrenzt werden mussten. Auch außerhalb der
Höhle fanden Untersuchungen statt.
2001 Im
Sommer 2001 fanden keine Höhlengrabungen statt, da durch die
Freilegung der Höhle verursachte Schwankungen der Temperatur-
und Feuchtigkeitsverhältnisse zu Einsturzgefahr
geführt hatten.
2002 Die
Höhlenstruktur wurde mit Stahlbolzen und
Injektionsmörtel so stabilisiert, dass außer dem
Deckennetz die Stützkonstruktionen nicht sichtbar sind. Im
Sommer 2002 fanden zwar keine Grabungen statt, aber die Stabilisierung
der Höhlenstrukturen ermöglichte die Fortsetzung der
Grabungsarbeiten in den kommenden Jahren.
2003 In der
Höhle wurde auf einer kleinen Fläche eine
Probegrabung durchgeführt.
2004 Das
Zentralamt erhielt vom Zentrum für Beschäftigung und
Wirtschaftsentwicklung Südostbottniens sowie von der Gemeinde
Karijoki und Kristiinankaupunki Mittel für den Beginn eines
umfangreichen dreijährigen Forschungsprojektes. Am
Forschungsprojekt sind das Zentralamt, das geologische
Forschungszentrum und das Datierungslabor der Universität
Helsinki beteiligt. Die Grabungen fanden von 21.7.- 26.8. statt. Als
interessantester Fund erwies sich der Splitter eines verbrannten
Knochens, der am letzten Tag am Rand der Grabungsfläche
gefunden wurde. Leider war der Knochensplitter zu klein für
eine Datierung. Er wies dennoch Spuren von Bearbeitung auf. In der
Höhle wurde außerdem eine neue Erdschicht gefunden,
deren Datierung allerdings noch in Arbeit ist. Neue Steinwerkzeuge
wurden nicht gefunden, dagegen aber zahlreiche Schlagspuren und
Objekte, die auf die Fertigung von Steinwerkzeugen hindeuten.
2005 Die
Höhlengrabungen fanden von 30.5.-8.7. statt.
Bisher
konnten unter den Höhlenfunden etwa 200 Gegenstände
ermittelt werden, die von menschlicher Hand bearbeitet wurden (u. a.
ein einseitiger Zündbolzen, ein eingekerbtes Objekt, ein
breiter Seitenschaber, ein kleiner runder Schaber, ein gezahntes Objekt
und ein Schlagstein). Weiterhin wurden etwa 600 Abschlagreste gefunden,
die auf die Bearbeitung von Steingegenständen hindeuten
(Zentralamt für Museen und Denkmalspflege).
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