| Geologie
Die Wolfshöhle liegt in einem Gebiet, in
dem zahlreiche Erdschichten gefunden wurden, die aus der Epoche vor der
letzten Eiszeit datieren. Der Hügelzug an der Ostseite des
Bergs Susivuori entstand z. B. in der Schmelzperiode vor der letzten
Eiszeit, vor etwa 140 000 Jahren.
Das Felsgestein
des Susivuori besteht aus Granodiorit, der etwa 1,9 Millionen Jahre alt
ist. Charakteristisch für Granodiorit ist die Spaltbildung an
der Oberfläche, was wahrscheinlich auch die Ursache
für die Entstehung der Höhle war. Unter dem Einfluss
mechanischer und chemischer Verwitterung hat sich der Spalt im Laufe
von Millionen von Jahren zu einer Höhle erweitert. Von
Größe und Form der Höhle liegen noch keine
genauen Angaben vor, da sie bis fast zur Decke mit Sedimenten
angefüllt ist. Bisher wurden etwa 80 m2 freigelegt. Der
Höhleneingang misst an seiner höchsten Stelle 1,5 m.
Hinter dem Eingang gibt es im östlichen Teil auf einer
Fläche von ca. 25 m2 Stellen, die 1,8 – 2,2 m hoch
sind. Zehn Meter vom Eingang befindet sich im Höhleninneren
eine kleine Felsschwelle, an deren Stelle die Höhle 0,7 m hoch
ist.
Zur Bestimmung ihrer Größe
wurde die Höhle im Winter 1998 mit einem Erdradar untersucht.
Das Verfahren basiert auf der Ermittlung der
Luftfeuchtigkeitsveränderungen in Erde und Felsgestein. Den
Untersuchungen zufolge wäre die Höhle fast 30 Meter
lang und im Eingangsbereich etwa 25 Meter breit. Im Inneren wird die
Höhle schmaler, ihre Form erinnert an ein langes Dreieck. Die
Bestimmung der Höhlenhöhe mit Hilfe eines Erdradars
ist allerdings schwierig, da die oberen Schichten trocken und die
unteren extrem feucht sind.
In der Höhle
wurden bisher acht verschiedene Erdschichten gefunden. Die oberste
Schicht bildete sich vor etwa 8 000 Jahren in der Ancylus-Zeit. Die
zwei folgenden Schichten datieren aus älteren Perioden,
während derer sich das Wasser zurückgezogen und noch
mehr Erdmassen in die Höhle geschwemmt hatte. Bei der vierten
Erdschicht handelt es sich um einen prähistorischen
Fußboden, dessen Alter aufgrund der TL-Datierung auf mehr als
100 000 Jahren geschätzt wird. Die untersten Sand-
und Kiesschichten der Höhle (Schichten V und VI) sind noch
älter. Im archäologischen und geologischen Sinne sind
die Schichten IV und V die bedeutendsten. Anhand von Tonmineral- und
Pollenanalysen konnte festgestellt werden, dass es sich bei der Schicht
IV um einen prähistorischen Fußboden handelt, der
aus einem der früheren Interglaziale datiert. In Schicht IV
wurden deutliche Spuren menschlichen Wirkens gefunden, u. a. verbrannte
Lagerfeuersteine. Auch die an der Schicht durchgeführten
magnetischen Messungen beweisen, dass in der Höhle Feuer
gemacht wurde.
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